Elbtalhäuser Heidenau / Neubau Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage – 1.BA


Neubau Einfeld-Sporthalle in Baruth


Neubau eines Erweiterungsgebäudes in Modulbauweise für die Marie-Curie-Oberschule in Dohna

Geothermische Grubenwassernutzung in Freiberg

Geothermische Grubenwassernutzung in Freiberg

Partner
SIB Niederlassung Chemnitz

Ausführungszeitraum
04/2009 – 08/2013

Leistungen
Technische Ausrüstung
LPH 2-8; Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

Projektbeschreibung
Die derzeitige Versorgung der Liegenschaft TU Bergakademie „Reiche Zeche“ mit Heiz- und Kühlenergie erfolgt im Wesentlichen über konventionelle Technik. Dabei wird die Heizung für einen Großteil der Gebäude als Nahwärmeversorgung mittels Gaskesselanlagen aus einem zentralen Heizhaus sichergestellt. Die Kälteerzeugung erfolgt derzeit objektbezogen über luftgekühlte Kompressionskältemaschinen. Im Zuge der Planungen für den Neubau des IEC-Gebäudes steht die Aufgabenstellung perspektivisch die gesamte Versorgung der Liegenschaft „Reiche Zeche“ mit Heiz- und Kühlenergie „aus dem Berg“ sicherzustellen.
Der direkte Zugang zum Grubengebäude auf der Reichen Zeche und die damit relativ gute Erschließungsmöglichkeit ermöglicht die Nutzung dieses Potentials für die Rückkühlung von Wärmepumpen und Kältemaschinen, sowie die direkte Kühlung aktiver Bauteile bei Neubauten oder auch von Versuchsaufbauten, bei denen sonst Kühltürme angeschafft werden müssten.
Gegenstand der untertägigen Anlage ist die Entnahme von bis zu 144m3/h Wasser, wahlweise aus dem „Rothschönberger Stolln oder dem überfluteten Schacht „Reiche Zeche“und die Wiedereinbringung des gleichen Wassers mit einer um 4 Kelvin abgesenkten oder erhöhten Temperatur im Bereich des Querschlags zum Rothschönberger Stolln sein.
Die Anlagenkonfiguration besteht im Wesentlichen aus einem offenen Bergwasser- und einem geschlossenen Prozesswasserkreislauf. Die Pumpen des offenen Kreislaufs saugen über eine Klappenschaltung wahlweise das abfließende Grubenwasser des Rothschönberger Stolln oder das aufsteigende Wasser des überfluteten Schachtes „Reiche Zeche“ auf dem Niveau „Rothschönberger Stolln“ an.
Das entnommen Wasser wird durch die auf Rothschönberger Niveau installierten Druckmantelpumpen (4 Stück mit Förderleistung von je 36 m3/h bei einer Förderhöhe von 22m) auf die 3. Sohle in die Wärmeübertrager gefördert. Hier erfolgt die hydraulische Trennung über verschraubte Plattenwärmeübertrager (4 Stück a 168kW) mit Übertragungsplatten aus 0,8mm Titan. Die Gesamt-Übertragungsleistung im Endausbauzustand wird bei ±4K mit 670kW veranschlagt, was 144 m3/h entspricht. Bei den Temperaturen des wieder eingeleiteten Wassers sind folgende reguläre Betriebszustände vorgesehen:

  1. „Kühlen mit Wasserentnahme aus dem Rothschönberger Stolln“ Entnahmetemperatur 14 °C, Wiedereinleitung mit 18 °C
  2. „Heizen mit Wasserentnahme aus dem Schacht Reiche Zeche“ Entnahmetemperatur 18 °C, Wiedereinleitung mit 14 °C

Der geschlossene Kreislauf mit übertägig angeordneten Pumpen versorgt ein auf der Liegenschaft verlegtes Prozesswassernetz aus PE-Leitungen (DN200). Im Endausbau stehen für die Versorgung einzelner Objekte der TU Bergakademie auf dem Gelände der Reiche Zeche von hier 144 m3/h mit einer Spreizung von ±4K zur Verfügung.
(Bildquelle SIB Chemnitz)


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